Racketlon in Österreich vor großen Herausforderungen – Präsident Pichler zu Gast bei Racketista
Die Situation des Racketlons in Österreich ist ernst. Trotz sportlicher Erfolge, engagierter Vereine und einer aktiven Community steht der Verband vor strukturellen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen.
RFA-Präsident Roland Pichler hat diese Themen kürzlich offen angesprochen – als Talk-Gast bei Racketista.
Offenes Gespräch über den Ernst der Lage
In der aktuellen Ausgabe (TV-Premiere am 5.1.2026) von Racketista – das Racketsport-Magazin sprach Roland Pichler mit Peter Robic über den Zustand des Racketlon-Verbands in Österreich. Der Talk wurde durch Einspieler der sportlichen Highlights des Racketlon-Jahres 2025 ergänzt: Austrian Open, Sport Austria Finals und Bundesliga. Im Gespräch ging es nicht um kurzfristige Probleme, sondern um grundlegende Fragen zur Zukunft der Sportart.
Im Mittelpunkt standen unter anderem:
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die angespannte finanzielle Situation des Verbandes
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die Abhängigkeit von Förderstrukturen
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der Rückgang aktiver Vereine und Spieler:innen
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die Bedeutung von Ehrenamt, Nachwuchsarbeit und Breitensport
Roland Pichler machte dabei deutlich, dass es ohne stabile Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger wird, zentrale Aufgaben eines Sportfachverbandes langfristig abzusichern – von Nachwuchsprojekten über nationale Bewerbe bis hin zu internationalen Turnieren.
Sportlicher Erfolg trifft auf strukturelle Realität
Der österreichische Racketlon-Sport kann auf zahlreiche sportliche Highlights verweisen: erfolgreiche Nachwuchsarbeit, internationale Medaillen, nationale Turniere, die Bundesliga, Österreichische Meisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals, und mit den Austrian Open eines der wichtigsten internationalen Großevents.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass sportlicher Erfolg allein nicht ausreicht, um einen Verband dauerhaft abzusichern. Fehlende Planungssicherheit, unklare Förderlogiken und der zunehmende Druck auf ehrenamtliche Strukturen stellen eine große Herausforderung dar.
Der Racketista-Talk machte deutlich: Racketlon braucht Sichtbarkeit – aber auch ein besseres Verständnis seiner besonderen Struktur und Anforderungen.
Dialog statt Alarmismus
Wichtig war im Gespräch vor allem eines: der konstruktive Zugang.
Es ging nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Transparenz, Einordnung und den Dialog mit relevanten Stellen im Sport.
Der Präsident betonte, dass Racketlon in Österreich weiterhin großes Potenzial hat – vorausgesetzt, es gelingt, gemeinsam mit Partnern, Institutionen und Entscheidungsträgern tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Zum vollständigen Talk
Der vollständige Talk mit Roland Pichler ist On Demand auf Streamster abrufbar. Den Beitrag zur Sendung findet ihr auf www.racketista.at.
Quelle: racketista.at/Peter Robic

