Österreichs Racketlon-Asse räumen bei Einzel-WM sieben Medaillen ab – Bruderduell der Sams um Gold
Bei der Racketlon-Einzelweltmeisterschaft haben Österreichs Spielerinnen und Spieler groß aufgespielt und insgesamt sieben Medaillen erobert. Das absolute Highlight lieferten die Brüder Robin und Romeo Sam, die im U16-Finale aufeinandertrafen. Dazu glänzten Jonas Grafeneder mit Silber im Men B, Romy Nothegger mit zweimal Edelmetall und Leonhard Prager mit Bronze im U21-Bewerb. Die heute Freitag gestartete Team-WM bietet nun die nächste Chance auf Edelmetall.
Das goldene Familienduell der Sams
Für den emotionalen Höhepunkt sorgten Robin und Romeo Sam: Im Finale der U16-Boys standen sich die beiden Brüder gegenüber. Romeo behielt die Oberhand und krönte sich zum Weltmeister, Robin sicherte sich die Silbermedaille – ein rein österreichischer Doppelsieg, der für Gänsehaut sorgte.
Weitere Medaillen und starke Platzierungen im Nachwuchs
In der U14 erkämpfte Bruno Gallert die Bronzemedaille. Im kleinen Finale lieferte er eine beeindruckende Vorstellung und bezwang den an Nummer zwei gesetzten Esten Karl Robert Toomjõe. Daniel Kürzl beendete das Turnier als geteilter Elfter.
In der U18 der Mädchen holte Romy Nothegger Bronze. Das Spiel um Platz drei gewann sie souverän gegen Karolin Radl, die auf dem geteilten vierten Rang landete. Sakia Feucht verpasste in der U16 das Podest nur knapp: In den entscheidenden Spielen um die Medaillen unterlag sie leider ohne Tennis und wurde Vierte.
Markus Perschinka (U18) spielte eine starke erste Runde, scheiterte danach im Viertelfinale am Polen Borys Wasilewski und klassierte sich als geteilter Siebter.
Silber und Bronze bei den Herren und U21
Jonas Grafeneder bestätigte im Men B seine Setzung und kämpfte sich bis ins Finale. Im Viertelfinale gewann er eine denkbar knappe Partie mit +2. Im Endspiel musste er sich dann dem Briten James Hempstead geschlagen geben – Vizeweltmeister und eine starke Silbermedaille.
Im U21-Bewerb überzeugte Leonhard Prager auf der ganzen Linie. Nachdem er im Halbfinale gegen den späteren Sieger Matej Volf (CZE) vor allem in Tischtennis und Badminton nicht sein bestes Niveau abrufen konnte und verlor er im Tennis, steigerte er sich im kleinen Finale und gewann ungefährdet Bronze. Als einziger Österreicher im Men A hatte Prager zuvor eine echte Sensation gefeiert: In Runde eins rang er den Schweizer Nicolas Lenggenhager nach einem hochdramatischen Gummiarm nieder, ehe er gegen Jonathan Ritter ausschied und Platz neun belegte.
Romy Nothegger legte im U21 Girls Bewerb nach ihrer U18-Bronzemedaille mit Silber nach. Im Finale war die starke Britin Holly Ranson allerdings eine Nummer zu groß. Benjamin Radl (U21) erwischte nicht seinen besten Tag, verlor gleich zum Auftakt gegen den Tschechen Šimon Kniezek und wurde 13. Auch im Men C kam er in Runde drei nicht weiter und belegte Rang neun.
Übersicht der übrigen Österreicher
Florian Prorok (Men C): In Runde eins setzte er sich in einem harten Kampf mit +2 gegen den Engländer James Cockburn durch, schied danach aus und wurde geteilter Neunter.
Johannes Sgiarovello (Men C): In der dritten Runde Endstation, geteilter Neunter.
Clarissa Steiner (Women A Elite): Die einzige Österreicherin im Top-Bewerb fand leider nie richtig ins Turnier und landete auf dem geteilten 13. Platz.
Walter Zimmermann (Seniors +50): Im Viertelfinale Endstation, in der Endabrechnung geteilter Siebter.
Vorschau auf die Team-WM
Mit reichlich Rückenwind aus den Einzelbewerben ist heute Samstag die Team-Weltmeisterschaft gestartet – Updates auf den Social Media Kanälen. Das österreichische Aufgebot darf sich nach den sieben Einzelmedaillen (1x Gold, 3x Silber, 3x Bronze) in den Mannschaftswettkämpfen berechtigte Hoffnungen auf weiteres Edelmetall machen. Vor allem die starken Nachwuchsspieler und die formstarken Routiniers lassen auf packende Duelle und einen erfolgreichen Turnierverlauf hoffen.
Text: Leon Steiner


